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Böblingen wird Garnisonsstadt 1915 wird der Militärflughafen eingeweiht | ||||
Bild: Schulflugzeug auf dem Militärflughafen Böblingen, um 1917. Die Fliegerersatzabteilung Nr. 10 („Fea 10“) hatte 1917 einen Stand von etwa 2000 Mann erreicht. Die Flugschüler wurden v.a. für den Einsatz an der Westfront ausgebildet. (Foto: Stadtarchiv Böblingen) - klicken Sie in das Bild, um es zu vergrößern
Das Wetter ist bekanntlich eine oft unterschätzte geschichtsmächtige Kraft; der russische Winter hat, wie wir wissen, zwei Feldzüge entschieden. Und auch Böblingen wäre mit Sicherheit im Jahre 1915 nicht Militärflughafen und Garnisonsstadt geworden, wäre uns das Wetter nicht gewogen gewesen! Bild: Der Böblinger Militärflughafen. (Foto: Stadtarchiv Böblingen) - klicken Sie in das Bild, um es zu vergrößern
Nach der Einweihung kommt der große Regen Bild: Die Ausbildung bei der „Fea 10“ verlief nicht ohne tragische Unfälle. Eine relativ große Zahl von Fliegern kam bei Abstürzen ums Leben. (Foto: Stadtarchiv Böblingen)
Stadtschultheiß und Gemeinderat der Nachbarstadt wollten ein Äquivalent dafür, dass sie einige qm Fläche zum Böblinger Flugplatz beigesteuert haben; sie verlangten durch ,,irgendwelche militärischen oder gewerblichen Anlagen" auf ihrer Seite entschädigt zu werden. Kurz darauf konnte ihnen der Garnisonsverwaltungsdirektor eröffnen, dass sich die Daimler-Motorengesellschaft in Untertürkheim für diesen Platz interessiert und ihn zur Errichtung von Fabriken und zu Fliegerübungen erwerben will; Daimler baute damals auch Flugzeuge und Motoren dazu. Und so geschah’s. Der Rest ist bekannter als seine Vorgeschichte. Die Daimler Motoren-Gesellschaft entwickelte sich zur Daimler-Benz AG (1926) und beschäftigte am Ende des Ersten Weltkrieges schon 5000 Arbeiter. Die Garnison war damals mit rund 3500 Mann belegt, die zuletzt 250 meist fabrikneue Flugzeuge betreuten; diese wurden nach Kriegsende unter der Aufsucht einer Alliierten Kontrollkommission teils gesprengt, teils abtransportiert.
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Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autors.
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